Tempel und Cherry Blossom in Japan

29. März - 9. April 2013

 

Tokyo - Hakone (Mount Fuji) - Kyoto - Tokyo

 

Tokyo! Eine riesen Stadt! Am ersten Tag haben wir vorsichtshalber eine Tour gebucht, um uns etwas anzuklimatisieren: Tempel, Teezeremonie, Schiffahrt, Kaisersitz: es gibt einiges zu sehen. Am zweiten Tag wagen wir es selber und wieder sehen wir Tempel (die verfolgen uns noch) und die berühmte Shibuya Kreuzung.

 

New York hat den Times Square, Tokyo die Shibuya Kreuzung. Zu Spitzenzeiten wird diese Kreuzung pro Ampelphase von bis zu 15'000 Menschen überquert. Die Alles-Gehen-Kreuzung ist zu einem Wahrzeichen Japans geworden. Es gibt weltweit keine zweite Kreuzung, die von Fußgängern derart stark genutzt wird. Als wir dort waren, war es doch relativ übersichtlich und keine 15'000 Menschen!

 

Endlich, raus aus Tokyo, los ins Gebirge in Richtung Fuji Vulkan. Er ist mit seinen 3'776m der höchste Berg Japans. Wir machen das volle Touri-Programm mit Schiff, Seilbähnchen, schwarzen im Schwefeldampf gekochten Eiern essen (verlängern das Leben um volle 6 Jahre!) und Foto vom Fuji. Es ist ein garstiger kalter Tag und der Fuji zeigt sich mit vielen Wolken. Übernachtet haben wir in einem Ryokan, einem Hotel im traditionellen japanischen Stil, wo man auf Matten am Boden übernachtet. War doch etwas hart! Natürlich hatte es auch einen Onsen, einem Bad mit Wasser aus einer heissen Quelle.

 

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Shinkansen Zug nach Kyoto, das kulturelle Herz Japans. Auf dem Weg dorthin sehen wir den Fuji Vulkan nochmals, diesmal mit stahlblauem Himmel! In Kyoto gibt es tausende buddhistische Tempel und shintoistische Schreine. Es hiess also einmal mehr Tempel, Tempel und nochmals Tempel! Der eindrücklichste war der Fushimi Inari Shrine, etwas ausserhalb der Stadt. Frühmorgens, leicht am Berg gelegen, ausnahmeweise noch wenige Touristen und los gehts auf eine 2 stündige Tour durch Hunderte von Toris. Unbeschreiblich.

 

4 Tage in Kyoto schienen uns eigentlich noch viel, aber eigentlich war es viel zu wenig, es gibt hier so viel zu sehen. Neben den vielen Tempeln haben wir Hunderte von Kirschblütenbäumen gesehen, die in voller Pracht geblüht haben. Zeitlich hatten wir die besten Tage zum Höhepunkt der Kirschblüte erwischt. An jeder Ecke konnte man blühende Bäume bestaunen und wir kamen aus dem Staunen gar nicht heraus. Besonders schön war der Philosopher's Path, ein ca. 2km langer Weg an einem Kanal entlang, auf beiden Seiten mit blühenden Kirschbäumen gesäumt und natürlich einigen der besten Tempeln angrenzend. Und: wir waren nicht die einzigen, mit uns natürlich Hunderte/Tausende Touristen. Zur Kirschblütezeit kann man auch Kirschblüten-Brötli und -Eis essen. Alles ist möglich hier in Japan!

 

Essentechnisch waren wir überrascht, was Japan zu bieten hat. Auch wenn man keinen Fisch und keine Meeresfrüchte isst (wie Jacqueline), kann man hier gut überleben. Es gibt sehr gutes Fleisch, es wird viel gegrillt und gebrutzelt und: es gibt sehr gute Bäckereien, die noch besser sind als in der Schweiz.

 

Interessant waren die Toiletten, denn die meisten Sitzringe waren geheizt. Ist das schön! Einige hatten so viele Knöpfe, dass man gar nicht wusste wo drücken. Massage- und Musik-Funktionen gab es auch. Das Geräusch eines Wasserfalls ist sehr entspannend... Im einen Hotel ging der WC-Deckel sogar automatisch auf, sobald man sich dem WC nur näherte! Natürlich spühlte es und schloss den Deckel nachher wieder automatisch, einfach unglaublich!

 

Fazit:

Japan muss man einfach mal gesehen haben. Die Tempel sind sehr eindrücklich und die Japaner sehr, sehr freundlich und hilfsbereit. Es hatte einfach ein wenig zu viele Touristen überall:-)